Der tägliche Chumasch-Abschnitt

12. Elul 5786

Dienstag, 25. August 2026

Heute

Ki Tawo

3. Alija

(Dewarim 26:16 – 26:19)

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הַיּ֣וֹם הַזֶּ֗ה יְהוָ֨ה אֱלֹהֶ֜יךָ מְצַוְּךָ֧ לַעֲשׂ֛וֹת אֶת־הַחֻקִּ֥ים הָאֵ֖לֶּה וְאֶת־הַמִּשְׁפָּטִ֑ים וְשָׁמַרְתָּ֤ וְעָשִׂ֙יתָ֙ אוֹתָ֔ם בְּכָל־לְבָבְךָ֖ וּבְכָל־נַפְשֶֽׁךָ׃
16
16
An diesem heutigen Tag befiehlt dir der Ewige, dein G‑tt, diese Anordnungen auszuüben und die Rechtsvorschriften, du sollst sie beachten und tun mit deinem ganzen Herzen und mit deiner ganzen Seele.
An diesem heutigen Tag: jeden Tag seien diese Gesetze neu in deinen Augen, als ob sie dir an diesem Tag befohlen worden wären.
Raschi
du sollst sie beachten und tun
Eine himmlische Stimme (בַּת קוֹל) segnet ihn: Heute hast du Erstlingsfrüchte (Bikurim) gebracht, und mögest du im nächsten Jahr wieder bringen!
Raschi
אֶת־יְהוָ֥ה הֶאֱמַ֖רְתָּ הַיּ֑וֹם לִהְיוֹת֩ לְךָ֨ לֵֽאלֹהִ֜ים וְלָלֶ֣כֶת בִּדְרָכָ֗יו וְלִשְׁמֹ֨ר חֻקָּ֧יו וּמִצְו‍ֹתָ֛יו וּמִשְׁפָּטָ֖יו וְלִשְׁמֹ֥עַ בְּקֹלֽוֹ׃
17
17
Den Ewigen hast du heute von fremden Göttern getrennt, dass Er dir G‑tt sei, und du wirst auf Seinen Wegen gehen und beachten Seine Anordnungen und Seine Gebote und Seine Rechtsvorschriften, und Seiner Stimme gehorchen.
Den Ewigen hast du heute getrennt … Und der Ewige hat dich bestimmt
Die Worte הֶאֱמַרְתָּ und הֶאֱמִירְךָ (nächster Vers) haben keine Parallele in der Torah als Beleg [zu ihrer Erklärung].
Es scheint mir, das Wort bedeutet הַפְרָשָׁה „wegziehen“ und הַבְדָּלָה „trennen“. אֶת ה׳ הֶאֱמַרְתָּ, du hast Ihn getrennt von den fremden Göttern, dass Er dir G‑tt sei, וַה׳ הֶאֱמִירְךָ, und Er hat dich zu sich genommen von den Völkern der Erde, dass du (nächster Vers) „Ihm als Volk ein ausgesuchter Schatz seist“.

Doch fand ich [später] eine Stelle aus der Torah zum Beweis [für die Bedeutung dieser Worte: Die Wurzel אמר] ist ein Ausdruck für תִּפְאֶרֶת „Ruhm“, wie (Teh. 94:4) יִתְאַמְּרוּ כָּל פֹּעֲלֵי אָוֶן „es rühmen sich alle Übeltäter“.
Raschi
Nachdem Raschi seine erste Erklärung verfasst hatte, entdeckte er eine Quelle im Tanach, die die Bedeutung von הֶאֱמַרְתָּ und הֶאֱמִירְךָ erhellt. Daraufhin fügte er eine zweite Auslegung hinzu. [Diwre David, Tzeda laDerech]
Der letzte Teil dieses Kommentars (ab den Worten „Doch fand ich später“) war ursprünglich eine Randnotiz von jemand anderem und wurde fälschlicherweise in den Kommentar als Raschis Worte eingefügt. [Josef Daat, Hawanat haMikra] Allerdings erklärt Raschi den Vers in Berachot 6a und Chagiga 3a, ד״ה האמרת, ausschließlich nach dem hier vorgestellten zweiten Ansatz.
וַֽיהוָ֞ה הֶאֱמִֽירְךָ֣ הַיּ֗וֹם לִהְי֥וֹת לוֹ֙ לְעַ֣ם סְגֻלָּ֔ה כַּאֲשֶׁ֖ר דִּבֶּר־לָ֑ךְ וְלִשְׁמֹ֖ר כָּל־מִצְו‍ֹתָֽיו׃
18
18
Und der Ewige hat dich heute bestimmt vor anderen Völkern, dass du Ihm als Volk ein ausgesuchter Schatz seist, wie Er zu dir gesagt hat, dass du alle Seine Gebote beachten sollst.
wie Er zu dir gesagt hat
Wo hat G‑tt das gesagt? Vor dem Geben der Torah (Schem. 19:5) וִהְיִיתֶם לִי סְגֻלָּה „so werdet ihr Mir zum ausgesuchten Schatz“.
Raschi
וּֽלְתִתְּךָ֣ עֶלְי֗וֹן עַ֤ל כָּל־הַגּוֹיִם֙ אֲשֶׁ֣ר עָשָׂ֔ה לִתְהִלָּ֖ה וּלְשֵׁ֣ם וּלְתִפְאָ֑רֶת וְלִֽהְיֹתְךָ֧ עַם־קָדֹ֛שׁ לַיהוָ֥ה אֱלֹהֶ֖יךָ כַּאֲשֶׁ֥ר דִּבֵּֽר׃
19
19
Und Er wird dich hoch über alle Völker stellen, die Er geschaffen hat, zum Ruhm und zum Namen und zur Verherrlichung, und dass du dem Ewigen, deinem G‑tt, ein heiliges Volk sein willst, wie Er gesagt hat.
dass du ein heiliges Volk sein willst: wie Er sagte (Waj. 20:26) וִהְיִיתֶם לִי קְדֹשִׁים „ihr sollt Mir heilig sein“.
Raschi