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Und wenn jemand sündigt und tut eines von den Verboten des Ewigen, die nicht getan werden dürfen, er weiß aber nicht, ob er sich verschuldet hat und trägt sein Vergehen auf sich.
er weiß aber nicht, ob er sich verschuldet hat … dann bringe er
Dieser Abschnitt spricht von demjenigen, dem ein Zweifel von Karet-Strafe zugestoßen ist. Er weiß nicht, ob er die Sünde begangen hat oder nicht. Zum Beispiel: es lagen verbotenes und erlaubtes Fett vor ihm, er hielt beide für erlaubt, aß das eine. Da sagt man ihn, eins war verbotenes Fett. Und er weiß nicht, ob er das verbotene Fett gegessen hat. Dieser bringt ein zweifelhaftes Schuldopfer (אָשָׁם תָּלוּי). Es schützt ihn, solange ihm nicht bekannt ist, dass er sich versündigt hat. Wenn es ihm dann später bekannt wird, bringe er ein Sündopfer (Keritot 23a).
Raschi
Er weiß nicht, ob er sich verschuldet hat und er trägt seine Schuld
Rabbi Jose haGelili sagt, siehe, der Vers straft denjenigen, der nicht weiß. Um wieviel mehr erst straft Er denjenigen, der weiß.
Rabbi Jose sagt, wenn du die Belohnung der Frommen kennen willst, geh und lerne vom ersten Menschen; ihm wurde die Hütung nur eines Verbotes zur Pflicht gemacht, und er übertrat es. Sieh, wieviel Sterben ihm und seinen Nachkommen zur Strafe auferlegt wurde. Und welche Eigenschaft ist größer, des Lohnes oder der Strafe? Des Lohnes. Wenn durch die kleinere Eigenschaft der Strafe soviel Sterben über ihn und seine Nachkommen verhängt wurde; durch die große Eigenschaft des Lohnes, wer sich zurückhält von verworfenem Opferfleisch (פִּגּוּלִין) und übriggebliebenem Opferfleisch (נּוֹתָרוֹת) und wer am Jom Kippur fastet, um wieviel mehr, dass er Gutes erwirbt für sich und seine Nachommen und deren Nachkommen bis ans Ende aller Generationen.
Rabbi Akiwa sagt, siehe, die Torah schreibt vor (Dew. 17:6) עַל פִּי שְׁנַיִם עֵדִים אוֹ שְׁלֹשָׁה וגו׳ „auf Grund der Aussage von zwei Zeugen oder drei Zeugen …“, wenn das Zeugnis durch zwei Bestand hat, warum zählt der Vers noch drei auf? Nur, um den dritten zur Erschwerung für ihn hinzuzufügen und seine Berurteilung betreffs Strafe und Überführung derjenigen der ersten beiden Zeugen gleichzumachen. Wenn also die Torah denjenigen, der sich Sündern nur angeschlossen hat, gleich den Sündern selbst bestraft, um so mehr vergilt sie guten Lohn demjenigen, der sich Gutes Übenden anschließt, gleich den Gutes Übenden selbst. Rabbi Elasar ben Asarja sagt, (Dew. 24:19) כִּי תִקְצֹר קְצִירְךָ בְשָׂדֶךָ וְשָׁכַחְתָּ עֹמֶר בַּשָּׂדֶה „wenn du deine Ernte auf deinem Feld schneidest und eine Garbe auf dem Feld vergisst“, sagt der Vers, לְמַעַן יְבָרְכֶךָ „damit dich segen …“ Der Vers hat Segen bestimmt für denjenigen, dem die Erfüllung eines Gebotes, ohne es zu wissen, zu Händen gekommen ist. Schließe daraus, dass wenn ein Schekel in sein Gewand eingewickelt war, ihm herabfiel und von einem Armen gefunden wurde, der sich damit ernährte, der Ewige Segen für ihn bestimmt.
Raschi