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Und es sei euch zum ewigen Gesetz: im siebten Monat Tischre, am zehnten Tag des Monats sollt ihr euch quälen und keinerlei Arbeit tun, der geborene Israelit und der Fremde (Ger), der bei euch wohnt.
im siebten Monat: in der Zählung der Monate ab Nissan ist der siebte Monat Tischre. [Siehe Rosch haSchana 7a]
quälen
תְּעַנּוּ, wörtl. „quälen“ bedeutet תִּרְעָבוּ „fasten“. [Saadia Gaon]
עִנּוּי הַנֶּפֶשׁ, das „Quälen der Seele“ ist der Verzicht auf Nahrung, das Fasten. [Ibn Esra, Ramban, Ralbag, Chiskuni]
sollt ihr euch quälen
תְּעַנּוּ אֶת נַפְשֹׁתֵיכֶם, wörtl. sollt ihr eure Seele quälen. Damit ist das Fasten angesprochen, das die Bindung zwischen Seele und Körper auflöst. [Torat Kohanim 7, 1–4, Joma 74b, Raschi z.St., ד״ה ואם נפשך]
am zehnten Tag des Monats sollt ihr euch quälen
Vom leiblichen Genuss der Nahrungsaufnahme kehrt der Mensch an Jom Kippur ab, um das Herz zu beugen und mit ganzem Wollen die schlechten Wege verlasse. [Ralbag]
der geborene Israelit
אֶזְרָח, ein dauerhafter Bürger des Landes. Das heißt, jeder Jude, der Anteil am Land Israel hat.
Das Wort אֶזְרָח kommt vom Ursprung זרח „Klarheit“. [Saadia Gaon zu Tehillim 37:35; Schemot 12:19]
Damit wird ausgedrückt, dass seine Abstammung klar und rein sind. Anders beim Ger, dessen Abstammung unklar ist. [Radak, Rabbi Jona ibn Dschanach, שורש זרח]
אֶזְרָח ist ein Baum mit starken Wurzeln. [Machberet Menachem]
אֶזְרָח ist ein Mensch mit verzweigter Familie, wie ein Ast, der mit den Wurzeln verbunden ist. [Ibn Esra zu Bereschit 15:13]
der Fremde: der alle Mizwot der Torah auf sich genommen hat (Ger Zedek). [Targum Onkelos]
der Geborene und der Fremde
Beiden Gruppen muss der Vers direkt anführen, da der Vers mit לָכֶם, es sei „euch“ – den Kohanim – zum ewigen Gesetz beginnt.
Or haChaim