Der tägliche Chumasch-Abschnitt

13. Nissan 5787

Dienstag, 20. April 2027

Heute

Achare

3. Alija

(Wajikra 16:25 – 16:34)

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וְאֵ֛ת חֵ֥לֶב הַֽחַטָּ֖את יַקְטִ֥יר הַמִּזְבֵּֽחָה׃
25
25
Und das Fett des Sündopfers (Chatat) lasse Aharon auf dem Altar verdampfen.
Und das Fett des Sündopfers: die Opferstücke des Stieres und des Widders.
Raschi
auf dem Altar verdampfen: auf dem äußeren Altar (מִזְבֵּחַ הַחִיצוֹן); denn beim inneren Altar steht (Schem. 30:9) לֹא תַעֲלוּ עָלָיו קְטֹרֶת זָרָה וְעֹלָה וּמִנְחָה „Ihr sollt darauf kein fremdes Räucherwerk darbringen, kein Ganzopfer (Olah) und Mehlopfer (Mincha)“.
Raschi
וְהַֽמְשַׁלֵּ֤חַ אֶת־הַשָּׂעִיר֙ לַֽעֲזָאזֵ֔ל יְכַבֵּ֣ס בְּגָדָ֔יו וְרָחַ֥ץ אֶת־בְּשָׂר֖וֹ בַּמָּ֑יִם וְאַחֲרֵי־כֵ֖ן יָב֥וֹא אֶל־הַֽמַּחֲנֶֽה׃
26
26
*Und wer den Bock zum Asasel geführt hat, soll seine Kleidung waschen und seinen Körper im Wasser einer Mikwe untertauchen und danach darf er in das Lager kommen.*
Asasel: ein hoher, steiler Felsen in einer unwirtbaren Gegend.
וְאֵת֩ פַּ֨ר הַֽחַטָּ֜את וְאֵ֣ת ׀ שְׂעִ֣יר הַֽחַטָּ֗את אֲשֶׁ֨ר הוּבָ֤א אֶת־דָּמָם֙ לְכַפֵּ֣ר בַּקֹּ֔דֶשׁ יוֹצִ֖יא אֶל־מִח֣וּץ לַֽמַּחֲנֶ֑ה וְשָׂרְפ֣וּ בָאֵ֔שׁ אֶת־עֹרֹתָ֥ם וְאֶת־בְּשָׂרָ֖ם וְאֶת־פִּרְשָֽׁם׃
27
27
Und den Stier des Sündopfers und den Bock des Sündopfers, deren Blut hineingebracht wurde, um Sühne zu bringen im Heiligtum, bringe man hinaus außerhalb des Lagers und verbrenne ihre Häute und ihr Fleisch und ihren Mist im Feuer.
deren Blut hineingebracht wurde: ins Heiligtum und ins Allerheiligste.
Raschi
bringe man hinaus
יוֹצִיא אֶל מִחוּץ לַמַּחֲנֶה „bringe man hinaus außerhalb des Lagers“: damit ist Aharon der Kohen selbst angesprochen, und das ist ein Befehl für ihn. [Ibn Esra]
„bringe man hinaus außerhalb des Lagers“: jeder ist geeignet, Stier und Bock hinauszubringen.
Ramban
ihre Häute und ihr Fleisch
Wie wurden der Stier und der Bock hinausgebracht zum Aschenplatz (בֵּית הַדֶּשֶׁן)?
Sie wurden als Ganzes hinausgetragen, auf zwei Stangen, und der Stier und der Bock lagen einer auf dem anderen. [Raschi zu Joma 67]

In Stücke geschnitten wurden sie hinausgebracht, nur waren sie noch verbunden und nicht völlig getrennt.
Rambam, Hilchot Jom Kippur 3:7
וְהַשֹּׂרֵ֣ף אֹתָ֔ם יְכַבֵּ֣ס בְּגָדָ֔יו וְרָחַ֥ץ אֶת־בְּשָׂר֖וֹ בַּמָּ֑יִם וְאַחֲרֵי־כֵ֖ן יָב֥וֹא אֶל־הַֽמַּחֲנֶֽה׃
28
28
Und der sie verbrennt, soll seine Kleidung waschen und seinen Körper im Wasser einer Mikwe untertauchen und danach darf er in das Lager kommen.
וְהָיְתָ֥ה לָכֶ֖ם לְחֻקַּ֣ת עוֹלָ֑ם בַּחֹ֣דֶשׁ הַ֠שְּׁבִיעִי בֶּֽעָשׂ֨וֹר לַחֹ֜דֶשׁ תְּעַנּ֣וּ אֶת־נַפְשֹֽׁתֵיכֶ֗ם וְכָל־מְלָאכָה֙ לֹ֣א תַעֲשׂ֔וּ הָֽאֶזְרָ֔ח וְהַגֵּ֖ר הַגָּ֥ר בְּתוֹכְכֶֽם׃
29
29
Und es sei euch zum ewigen Gesetz: im siebten Monat Tischre, am zehnten Tag des Monats sollt ihr euch quälen und keinerlei Arbeit tun, der geborene Israelit und der Fremde (Ger), der bei euch wohnt.
im siebten Monat: in der Zählung der Monate ab Nissan ist der siebte Monat Tischre. [Siehe Rosch haSchana 7a]
quälen

תְּעַנּוּ, wörtl. „quälen“ bedeutet תִּרְעָבוּ „fasten“. [Saadia Gaon]

עִנּוּי הַנֶּפֶשׁ, das „Quälen der Seele“ ist der Verzicht auf Nahrung, das Fasten. [Ibn Esra, Ramban, Ralbag, Chiskuni]

sollt ihr euch quälen

תְּעַנּוּ אֶת נַפְשֹׁתֵיכֶם, wörtl. sollt ihr eure Seele quälen. Damit ist das Fasten angesprochen, das die Bindung zwischen Seele und Körper auflöst. [Torat Kohanim 7, 1–4, Joma 74b, Raschi z.St., ד״ה ואם נפשך]

am zehnten Tag des Monats sollt ihr euch quälen

Vom leiblichen Genuss der Nahrungsaufnahme kehrt der Mensch an Jom Kippur ab, um das Herz zu beugen und mit ganzem Wollen die schlechten Wege verlasse. [Ralbag]

der geborene Israelit

אֶזְרָח, ein dauerhafter Bürger des Landes. Das heißt, jeder Jude, der Anteil am Land Israel hat.

Das Wort אֶזְרָח kommt vom Ursprung זרח „Klarheit“. [Saadia Gaon zu Tehillim 37:35; Schemot 12:19]

Damit wird ausgedrückt, dass seine Abstammung klar und rein sind. Anders beim Ger, dessen Abstammung unklar ist. [Radak, Rabbi Jona ibn Dschanach, שורש זרח]

אֶזְרָח ist ein Baum mit starken Wurzeln. [Machberet Menachem]

אֶזְרָח ist ein Mensch mit verzweigter Familie, wie ein Ast, der mit den Wurzeln verbunden ist. [Ibn Esra zu Bereschit 15:13]

der Fremde: der alle Mizwot der Torah auf sich genommen hat (Ger Zedek). [Targum Onkelos]

der Geborene und der Fremde

Beiden Gruppen muss der Vers direkt anführen, da der Vers mit לָכֶם, es sei „euch“ – den Kohanim – zum ewigen Gesetz beginnt.
Or haChaim
כִּֽי־בַיּ֥וֹם הַזֶּ֛ה יְכַפֵּ֥ר עֲלֵיכֶ֖ם לְטַהֵ֣ר אֶתְכֶ֑ם מִכֹּל֙ חַטֹּ֣אתֵיכֶ֔ם לִפְנֵ֥י יְהוָ֖ה תִּטְהָֽרוּ׃
30
30
Denn an diesem Tag wird G‑tt euch Sühne gewähren, um euch zu reinigen; von allen euren Sünden sollt ihr vor dem Ewigen rein werden.
שַׁבַּ֨ת שַׁבָּת֥וֹן הִיא֙ לָכֶ֔ם וְעִנִּיתֶ֖ם אֶת־נַפְשֹׁתֵיכֶ֑ם חֻקַּ֖ת עוֹלָֽם׃
31
31
Ein Schabbat völliger Ruhe ist es für euch und ihr sollt euch quälen; das ist ein ewiges Gesetz.
וְכִפֶּ֨ר הַכֹּהֵ֜ן אֲשֶׁר־יִמְשַׁ֣ח אֹת֗וֹ וַאֲשֶׁ֤ר יְמַלֵּא֙ אֶת־יָד֔וֹ לְכַהֵ֖ן תַּ֣חַת אָבִ֑יו וְלָבַ֛שׁ אֶת־בִּגְדֵ֥י הַבָּ֖ד בִּגְדֵ֥י הַקֹּֽדֶשׁ׃
32
32
Und es versöhne der Kohen, den man salben wird und in dieses Amt einsetzen wird, um als Kohen zu dienen an Stelle seines Vaters; der soll die Leinen-Gewänder anziehen, die Gewänder des Heiligtums.
Und es versöhne der Kohen, den man salben wird
Diese Sühne am Jom Kippur ist nur durch den Kohen Gadol gültig (Joma 32b). Weil der ganze Abschnitt von Aharon spricht, musste er von dem Kohen Gadol, der auf ihn folgen würde, sagen, dass er ihm gleich sein werde.
Raschi
und in dieses Amt einsetzen wird
וַאֲשֶׁר יְמַלֵּא אֶת יָדוֹ, wörtl. dem man die Hände füllen wird.
Ich wüsste nur den mit Öl gesalbten Kohen Gadol (כֹּהֵן מָשׁוּחַ בְּשֶׁמֶן הַמִּשְׁחָה); woher weiß ich auch den Kohen Gadol mit acht Gewändern? Darum heißt es וַאֲשֶׁר יְמַלֵּא אֶת יָדוֹ „den man in sein Amt einsetzen wird“. Und das sind alle Kohanim Gedolim, die vom König Joschija an und weiter amtierten; denn in seinen Tagen wurde die Flasche mit dem Öl zum Salben des Kohen Gadol verborgen.
Raschi
an Stelle seines Vaters
Das lehrt, dass wenn der Sohn seinen Platz ausfüllt, er vor jedem anderen das Recht hat.
Raschi
וְכִפֶּר֙ אֶת־מִקְדַּ֣שׁ הַקֹּ֔דֶשׁ וְאֶת־אֹ֧הֶל מוֹעֵ֛ד וְאֶת־הַמִּזְבֵּ֖חַ יְכַפֵּ֑ר וְעַ֧ל הַכֹּהֲנִ֛ים וְעַל־כָּל־עַ֥ם הַקָּהָ֖ל יְכַפֵּֽר׃
33
33
Und er versöhne das Allerheiligste, und das Zelt der Zusammenkunft und den Altar versöhne er, und für die Kohanim und für das ganze Volk der Versammlung versöhne er.
das Allerheiligste
מִקְדַּשׁ הַקֹּדֶשׁ, damit ist קֹדֶש הַקָּדָשִׁים gemeint, das Allerheiligste im Heiligtum.
Torat Kohanim 8:8, Joma 61a
וְהָֽיְתָה־זֹּ֨את לָכֶ֜ם לְחֻקַּ֣ת עוֹלָ֗ם לְכַפֵּ֞ר עַל־בְּנֵ֤י יִשְׂרָאֵל֙ מִכָּל־חַטֹּאתָ֔ם אַחַ֖ת בַּשָּׁנָ֑ה וַיַּ֕עַשׂ כַּאֲשֶׁ֛ר צִוָּ֥ה יְהוָ֖ה אֶת־מֹשֶֽׁה׃ (פ)
34
34
Und das soll euch sein zum ewigen Gesetz, Sühne zu bringen für die Kinder Israel wegen aller ihrer Sünden ein Mal im Jahr. Und als Jom Kippur sechs Monate später kam, machte Aharon genau so, wie der Ewige Mosche befohlen hatte.
wie der Ewige befohlen hatte
Als Jom Kippur herankam, tat er nach dieser Ordnung; damit verkündet der Vers das Lob Aharons, dass er sie nicht zur eigenen Verherrlichung anzog, sondern wie einer, der den Befehl des Königs ausführt.
Raschi