וַאֲלֵהֶ֣ם תֹּאמַ֔ר אִ֥ישׁ אִישׁ֙ מִבֵּ֣ית יִשְׂרָאֵ֔ל וּמִן־הַגֵּ֖ר אֲשֶׁר־יָג֣וּר בְּתוֹכָ֑ם אֲשֶׁר־יַעֲלֶ֥ה עֹלָ֖ה אוֹ־זָֽבַח׃
8
8
Und zu ihnen sollst du sagen: Jeder Mensch aus dem Haus Israel oder von dem Fremden, der sich unter ihnen aufhält, der ein Ganzopfer (Olah) oder ein Mahlopfer (sewach) darbringen wird,
zu ihnen: zu Aharon und seinen Söhnen und ganz Israel, wie in Vers 2 erwähnt wurde: דַּבֵּר אֶל אַהֲרֹן וְאֶל בָּנָיו וְאֶל כׇּל בְּנֵי יִשְׂרָאֵל גו׳ „Sprich zu Aharon und zu seinen Söhnen und zu allen Kindern Israel“. [Rabbenu Meyuchas, Ha’amek Dawar]
oder von dem Fremden: ein Ger Zedek – eine Person, die zum Judentum konvertierte.
Targum Onkelos
der ein Ganzopfer darbringen wird
Das Darbringen von Opferstücken außerhalb des Tempels macht ebenso strafbar, wie das Schlachten eines Opfers außerhalb des Tempels. Wenn eine Person draußen schlachtet und eine andere es opfert, werden beide strafbar (Sewachim 106a).
Raschi
וְאֶל־פֶּ֜תַח אֹ֤הֶל מוֹעֵד֙ לֹ֣א יְבִיאֶ֔נּוּ לַעֲשׂ֥וֹת אֹת֖וֹ לַיהוָ֑ה וְנִכְרַ֛ת הָאִ֥ישׁ הַה֖וּא מֵעַמָּֽיו׃
9
9
und es nicht an den Eingang des Zeltes der Zusammenkunft gebracht hat, um es dem Ewigen zu bereiten, dieser Mensch soll aus seinem Volk ausgerottet werden.
dieser Mensch soll aus seinem Volk ausgerottet werden
Seine Nachkommen sterben, und auch seine eigenen Tage werden verkürzt.
Raschi
וְאִ֨ישׁ אִ֜ישׁ מִבֵּ֣ית יִשְׂרָאֵ֗ל וּמִן־הַגֵּר֙ הַגָּ֣ר בְּתוֹכָ֔ם אֲשֶׁ֥ר יֹאכַ֖ל כָּל־דָּ֑ם וְנָתַתִּ֣י פָנַ֗י בַּנֶּ֙פֶשׁ֙ הָאֹכֶ֣לֶת אֶת־הַדָּ֔ם וְהִכְרַתִּ֥י אֹתָ֖הּ מִקֶּ֥רֶב עַמָּֽהּ׃
10
10
Und jeder Mensch aus dem Haus Israel oder von dem Fremden, der sich unter ihnen aufhält, der irgendein Blut isst: Meine Aufmerksamkeit werde Ich richten gegen die Person, die das Blut isst, und werde diese Person ausrotten aus der Mitte ihres Volkes.
der irgendein Blut isst
Weil [im nächsten Vers] steht בַּנֶּפֶשׁ יְכַפֵּר „[denn das Blut ist es,] wodurch man für die Seele sühnt“, so könnte man meinen, die Karet Strafe erfolge nur dann, wenn man Blut von geweihten Opfertieren isst (דַּם הַמֻּקְדָשִׁים), darum heißt es כָּל דָּם „irgendein Blut“. (Keritot 4b)
Raschi
Meine Aufmerksamkeit werde Ich richten
Das Wort פָנַי „Mein Gesicht“ kann als פְּנַאי שֶׁלִּי „Meine Aufmerksamkeit“ gelesen werden: Ich wende mich von allen Meinen Werken ab und beschäftige mich mit ihm.
Raschi
Meine Aufmerksamkeit werde Ich richten
וְנָתַתִּי פָנַי, wörtlich „Mein Gesicht werde Ich richten“. Weil sich beim Menschen der Zorn in seinem Gesicht zeigt, wird bei G‑tt im übertragenen Sinn der Zorn auch mit dem Begriff „Gesicht“ beschrieben.
Radak
das Blut isst: Blut ist eine Flüssigkeit, dennoch verwendet die Torah den Begriff אֲכִילָה „essen“. Daraus lernen wir: der Begriff אֲכִילָה „essen“ beinhaltet auch trinken.
Talmud Jeruschalmi Joma 8:3
כִּ֣י נֶ֣פֶשׁ הַבָּשָׂר֮ בַּדָּ֣ם הִוא֒ וַאֲנִ֞י נְתַתִּ֤יו לָכֶם֙ עַל־הַמִּזְבֵּ֔חַ לְכַפֵּ֖ר עַל־נַפְשֹׁתֵיכֶ֑ם כִּֽי־הַדָּ֥ם ה֖וּא בַּנֶּ֥פֶשׁ יְכַפֵּֽר׃
11
11
Denn die Seele des Fleisches ist im Blut, und Ich habe es euch gegeben, um auf dem Altar zu sühnen für eure Seelen; denn das Blut ist es, wodurch man für die Seele sühnt.
Denn die Seele des Fleisches ist im Blut
כִּי נֶפֶשׁ הַבָּשָׂר „Denn die Seele des Fleisches ist im Blut“: die Seele jedes Lebewesens ist vom Blut abhängig. Deshalb hat G‑tt das Blut zur Sühne (כַּפָּרָה) für das Leben des Menschen bestimmt: es komme auf den Altar das Leben [d.h. Blut] und sühne für das Leben.
Raschi
Nach Raschi bedeutet der Begriff בָּשָׂר „[die Seele] des Fleisches“ hier „Lebewesen“, „Geschöpf“.
Gur Arye, Minchat Jehuda
עַל־כֵּ֤ן אָמַ֙רְתִּי֙ לִבְנֵ֣י יִשְׂרָאֵ֔ל כָּל־נֶ֥פֶשׁ מִכֶּ֖ם לֹא־תֹ֣אכַל דָּ֑ם וְהַגֵּ֛ר הַגָּ֥ר בְּתוֹכְכֶ֖ם לֹא־יֹ֥אכַל דָּֽם׃ (ס)
12
12
Darum sagte Ich zu den Kindern Israel: Niemand von euch soll Blut essen, auch der Fremde, der sich aufhält unter euch, soll kein Blut essen.
Niemand von euch
כָּל נֶפֶשׁ מִכֶּם „Niemand von euch“: um die Erwachsenen zu warnen, dass sie für die Kinder verantwortlich sind (Jewamot 114a).
Raschi
auch der Fremde: der alle Mizwot der Torah auf sich genommen hat (Ger Zedek).
Targum Onkelos
וְאִ֨ישׁ אִ֜ישׁ מִבְּנֵ֣י יִשְׂרָאֵ֗ל וּמִן־הַגֵּר֙ הַגָּ֣ר בְּתוֹכָ֔ם אֲשֶׁ֨ר יָצ֜וּד צֵ֥יד חַיָּ֛ה אוֹ־ע֖וֹף אֲשֶׁ֣ר יֵאָכֵ֑ל וְשָׁפַךְ֙ אֶת־דָּמ֔וֹ וְכִסָּ֖הוּ בֶּעָפָֽר׃
13
13
Und jeder Mensch von den Kindern Israel oder von dem Fremden, der sich unter ihnen aufhält, der Wild erjagt, Tier oder Geflügel, das gegessen wird, dann lasse er dessen Blut auslaufen und bedecke es mit Erde.
der erjagt
Daraus weiß ich nur Erjagtes. Woher weiß ich auch Gänse und Hühner? Darum steht doppelt יָצוּד צֵיד „irgendein Erjagtes“. Warum steht demnach aber אֲשֶׁר יָצוּד „der jagt“? Dass man Fleisch nur nach dieser Vorbereitung essen soll.
Raschi
Man sollte Fleisch als etwas Besonderes wertschätzen und selten essen, vergleichbar mit einer Beute, die man selbst in großem Aufwand durch Jagd oder Fallenstellen gewinnen müsste.
Torat Kohanim, Chulin 84a
das gegessen wird
Das schließt zum Genuss verbotene Tiere aus.
Raschi
und bedecke es mit Erde
Das Bedecken des Blutes ist eine Mizwat Asse; neben Erde kann auch Sand und Ähnliches verwendet werden. [Chulin 88a]
Vor dem Bedecken des Blutes sagt man die Bracha
בָּרוּךְ אַתָּה ה׳ … אֲשֶׁר קִדְּשָׁנוּ בְּמִצְוֹתָיו וְצִוָּנוּ עַל כִּסוּי דָּם בְּעָפָר
„Gesegnet seist Du … der uns mit Seinen Geboten geheiligt und uns das Bedecken des Blutes mit Erde befohlen hat.“
Schulchan Aruch, Jore Dea 28:2
Der Grund für diese Mizwa ist, um das Blut ungenießbar zum Essen zu machen.
Raschbam
כִּֽי־נֶ֣פֶשׁ כָּל־בָּשָׂ֗ר דָּמ֣וֹ בְנַפְשׁוֹ֮ הוּא֒ וָֽאֹמַר֙ לִבְנֵ֣י יִשְׂרָאֵ֔ל דַּ֥ם כָּל־בָּשָׂ֖ר לֹ֣א תֹאכֵ֑לוּ כִּ֣י נֶ֤פֶשׁ כָּל־בָּשָׂר֙ דָּמ֣וֹ הִ֔וא כָּל־אֹכְלָ֖יו יִכָּרֵֽת׃
14
14
Denn die Seele alles Fleisches ist sein Blut mit seiner Seele, darum sagte Ich zu den Kindern Israel: Blut von irgendeinem Fleisch dürft ihr nicht essen, denn das Leben allen Fleisches ist sein Blut, wer es isst, soll ausgerottet werden.
das Leben allen Fleisches
Sein Blut ist ihm anstelle des Lebens; das Leben ist davon abhängig.
Raschi
denn das Leben allen Fleisches ist sein Blut
Das Leben ist das Blut, הַנֶּפֶשׁ הִיא הַדָּם [und dabei ist das weibliche Hauptwort נֶפֶשׁ „Seele“ das Subjekt]. Die Worte דָּם „Blut“ und בָשָׂר „Fleisch“ sind männlich, das Wort נֶפֶשׁ „Seele“ ist weiblich.
Raschi
Am Beginn des Verses ist das männliche Hauptwort דָּם „Blut“ das Subjekt und erfordert die männliche Form הוּא. In der Passage danach ist das weibliche Hauptwort נֶפֶשׁ „Seele“ das Subjekt und erfordert die weibliche Form הִוא
וְכָל־נֶ֗פֶשׁ אֲשֶׁ֨ר תֹּאכַ֤ל נְבֵלָה֙ וּטְרֵפָ֔ה בָּאֶזְרָ֖ח וּבַגֵּ֑ר וְכִבֶּ֨ס בְּגָדָ֜יו וְרָחַ֥ץ בַּמַּ֛יִם וְטָמֵ֥א עַד־הָעֶ֖רֶב וְטָהֵֽר׃
15
15
Und jede Person, die Gefallenes oder Gerissenes isst, sei es ein geborener Jude oder ein Fremder, soll seine Kleidung waschen und tauche sich unter im Wasser einer Mikwe und sei unrein bis zum Abend, dann ist er rein.
die Gefallenes oder Gerissenes isst
אֲשֶׁר תֹּאכַל נְבֵלָה וּטְרֵפָה „die Gefallenes oder Gerissenes isst“: Von gefallenem reinen Geflügel (נִבְלַת עוֹף טָהוֹר) spricht der Vers, das nur unrein macht, während es im Schlund herunter¬geschluckt wird. Hier lehrt dich der Vers, dass es beim Essen unrein macht, aber nicht beim Berühren.
Dass aber טְרֵפָה [Trefa, tödlich Verletztes, das geschächtet wurde, bevor es נְבֵלָה wurde] dabei erwähnt ist, steht zum Zweck der Auslegung. Und so lernen wir: ich hätte meinen können, dass auch gefallenes unreines Geflügel im Schlund unrein macht; darum steht טְרֵפָה, nur die Art, bei der es טְרֵפָה gibt – damit ist unreines Geflügel ausgeschlossen, bei dessen Art es nicht den Begriff טְרֵפָה gibt.
Raschi
וְאִם֙ לֹ֣א יְכַבֵּ֔ס וּבְשָׂר֖וֹ לֹ֣א יִרְחָ֑ץ וְנָשָׂ֖א עֲוֺנֽוֹ׃ (פ)
16
16
Wenn er aber nicht wäscht und seinen Körper nicht im Wasser einer Mikwe untertaucht, dann trägt er seine Schuld.
trägt er seine Schuld
Wenn er Heiliges isst oder wenn er ins Heiligtum geht, ist er wegen dieser Unreinheit wie auf alle anderen Unreinheiten schuldig.
Raschi
seinen Körper nicht untertaucht, dann trägt er seine Schuld
Weil er seinen Körper nicht untergetaucht hat, wird er mit Karet (Ausrottung) gestraft; weil er die Kleider nicht untergetaucht hat, wird er mit Malkot (Schlägen) gestraft.
Raschi
דַּבֵּר֙ אֶל־בְּנֵ֣י יִשְׂרָאֵ֔ל וְאָמַרְתָּ֖ אֲלֵהֶ֑ם אֲנִ֖י יְהוָ֥ה אֱלֹהֵיכֶֽם׃
2
2
Sprich zu den Kindern Israel und sage zu ihnen: Ich bin der Ewige, euer G‑tt.
Ich bin der Ewige, euer G‑tt
Ich bin es, der am Sinai gesprochen hat אָנֹכִי ה׳ אֱלֹהֶיךָ „Ich bin der Ewige, dein G‑tt“ (Schem. 20:2). Und ihr habt Meine Königsherrschaft auf euch genommen. Jetzt nehmt Meine Gesetze auf euch.
Rabbi sagt: Es war offenbar und bekannt vor Ihm, dass sie später in den Tagen Esras die Gesetze der verbotenen Beziehungen übertreten würden, darum kam Er zu ihnen mit der Bestimmung אֲנִי ה׳ אֱלֹהֶיךָ „Ich bin der Ewige, euer G‑tt“. Ihr sollt wissen, wer euch das Gesetz gibt – ein Richter zum Strafen und treu, Lohn zu bezahlen.
Raschi
Rabbi: Rabbi Jehuda haNassi, im Talmud meist nur „Rabbi“ genannt. Er stellte die Mischna fertig und beendete so das Zeitalter der Tannaim (ca. 1–190 ndZ.)
כְּמַעֲשֵׂ֧ה אֶֽרֶץ־מִצְרַ֛יִם אֲשֶׁ֥ר יְשַׁבְתֶּם־בָּ֖הּ לֹ֣א תַעֲשׂ֑וּ וּכְמַעֲשֵׂ֣ה אֶֽרֶץ־כְּנַ֡עַן אֲשֶׁ֣ר אֲנִי֩ מֵבִ֨יא אֶתְכֶ֥ם שָׁ֙מָּה֙ לֹ֣א תַעֲשׂ֔וּ וּבְחֻקֹּתֵיהֶ֖ם לֹ֥א תֵלֵֽכוּ׃
3
3
Nach dem Tun des Landes Mizraim, in dem ihr gewohnt habt, sollt ihr nicht tun, auch nach dem Tun des Landes Kna’an, wohin Ich euch bringe, sollt ihr nicht tun, und nach ihren Gesetzen sollt ihr nicht handeln.
Nach dem Tun des Landes Mizraim
Das lehrt, dass die Handlungen der Mizrim und der Kna’anim schlechter waren als die aller Völker, und jene Umgebung, wo Israel wohnte, war noch verdorbener als alle andere Gegenden.
Raschi
und jene Umgebung: das Land Goschen.
Misrachi
wohin Ich euch bringe
Das lehrt, dass jene Völker, die Israel besiegte, am allerschlechtesten waren.
Raschi
Schlechter als die Handlungen im Land Goschen, und weit schlechter als im Land Mizraim, denn der Vers steigert: Mizraim, Goschen („in dem ihr gewohnt habt“), Land Kna’an.
Misrachi
nach ihren Gesetzen sollt ihr nicht handeln
וּבְחֻקֹּתֵיהֶם לֹא תֵלֵכוּ, wörtl. sollt ihr nicht gehen.
Was hat der Vers noch übriggelassen, das er noch nicht gesagt hatte? Nur, hier sind ihre Gesetze gemeint, Dinge, die bei ihnen eingeführt sind, wie Theater und Wettkämpfe.
Rabbi Meir sagt: Das sind die Gebräuche der Emorim, die die Weisen aufgezählt haben (Schabbat 67a–b).
Raschi
אֶת־מִשְׁפָּטַ֧י תַּעֲשׂ֛וּ וְאֶת־חֻקֹּתַ֥י תִּשְׁמְר֖וּ לָלֶ֣כֶת בָּהֶ֑ם אֲנִ֖י יְהוָ֥ה אֱלֹהֵיכֶֽם׃
4
4
Meine Rechtsvorschriften sollt ihr ausüben und Meine Anordnungen sollt ihr beachten, nach ihnen zu handeln. Ich bin der Ewige, euer G‑tt.
Meine Rechtsvorschriften
אֶת מִשְׁפָּטַי תַּעֲשׂוּ „Meine Rechtsvorschriften sollt ihr ausüben“: die Mizwot der Torah, die der [menschlichen Vorstellung von] Gerechtigkeit entsprechen. Selbst wenn diese Gebote nicht [in der Torah] stünden, wäre es doch angebracht, dass [der Mensch sie aus eigenem Antrieb] festlegte.
Raschi
die mit dem Verstand begriffen werden können: wie das Verbot des Stehlens und des Mordes.
Misrachi
Meine Anordnungen
וְאֶת חֻקֹּתַי תִּשְׁמְרוּ „Meine Anordnungen sollt ihr beachten“: die Mizwot der Torah, die mit dem Verstand nicht begriffen werden können, wie das Verbot von Schweinefleisch, Schaatnes (ein Kleidungsstück aus Wolle und Leinen), die Reinigung durch Entsündigungswasser (טָהֳרַת מֵי חַטָּאת). Diese sind Anordnungen des Königs, gegen die der böse Trieb (יֵּצֶר הָרַע) Einwände macht, warum wir sie hüten sollen, und gegen die die Völker der Welt Einwände machen. Darum steht אֲנִי ה׳ „Ich bin der Ewige“: Meine Anordnung ist eure Pflicht, und du kannst dich ihr nicht entziehen.
Raschi
nach ihnen zu handeln
Trenne dich nicht von ihnen; dass du nicht sagest, ich habe die Weisheit Israels gelernt, jetzt will ich gehen und die Weisheit der Völker lernen.
Raschi
וּשְׁמַרְתֶּ֤ם אֶת־חֻקֹּתַי֙ וְאֶת־מִשְׁפָּטַ֔י אֲשֶׁ֨ר יַעֲשֶׂ֥ה אֹתָ֛ם הָאָדָ֖ם וָחַ֣י בָּהֶ֑ם אֲנִ֖י יְהוָֽה׃ (ס)
5
5
Beachtet Meine Anordnungen und Meine Rechtsvorschriften, die der Mensch tun soll, dass er lebe durch sie. Ich bin der Ewige.
Beachtet Meine Anordnungen: das fügt die übrigen einzelnen Bestimmungen des Abschnittes dazu, die der Vers nicht einzeln aufgezählt hat.
Andere Erklärung: um Beachtung und Ausführung für die Anordnungen (חֻקִּים), und Beachtung und Ausführung für die Rechtsvorschriften (מִּשְׁפָּטִים) zu bestimmen; weil der Vers nur „Ausführung“ für die Rechtsvorschriften, und „Beachtung“ für die Anordnungen bestimmt hat.
Raschi
dass er lebe durch sie: in der Künftigen Welt. Denn solltest du sagen „in dieser Welt“, siehe, zuletzt stirbt er doch.
Raschi
dass er lebe durch sie
Die Tora sagt über die Mizwot וָחַי בָּהֶם „Lebe in ihnen“: Fülle die Mizwot mit Chajut, Lebendigkeit! Um das zu erfüllen, muss man bei Kräften und fröhlich sein.
Zemach Zedek in HaJom Jom, 10. Schwat
Ich bin der Ewige: treu, den Lohn zu bezahlen.
Raschi