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Bamidbar 33:1 – 36:13

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1. Alija

(Bamidbar 33:1 – 33:10)

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אֵ֜לֶּה מַסְעֵ֣י בְנֵֽי־יִשְׂרָאֵ֗ל אֲשֶׁ֥ר יָצְא֛וּ מֵאֶ֥רֶץ מִצְרַ֖יִם לְצִבְאֹתָ֑ם בְּיַד־מֹשֶׁ֖ה וְאַהֲרֹֽן׃
1
1
Das sind die Züge der Kinder Israel, die auszogen aus dem Land Mizraim nach ihren Heeren, unter Mosche und Aharon.
Das sind die Züge
Warum stehen diese Züge aufgelistet? Um die Wohltaten des Ewigen kundzutun: Obwohl Er über sie verhängt hatte, in der Wüste umherzuziehen, sollst du dennoch nicht glauben, dass sie die ganzen 40 Jahre von Station zu Station umherzogen und keine Ruhe hatten. Denn es sind hier 42 Stationen genannt, nun ziehe davon 14 Stationen ab, die alle im ersten Jahr vor dem Unglück mit den Kundschaftern waren, als sie von Ramses aufbrachen, bis sie nach Ritma kamen; denn von dort wurden die Kundschafter ausgeschickt, wie es heißt (Bam. 12:16) וְאַחַר נָסְעוּ הָעָם מֵחֲצֵרוֹת „Dann brach das Volk von Chazerot auf“, (Bam. 13:2) שְׁלַח לְךָ אֲנָשִׁים „Schicke Männer“. Und hier sagt er (weiter, Vers 18) וַיִּסְעוּ מֵחֲצֵרֹת וַיַּחֲנוּ בְּרִתְמָה „sie brachen von Chazerot auf und lagerten in Ritma“. Daraus lernst du, dass das in der Wüste Paran lag. Weiters ziehe davon 8 Stationen ab, die nach dem Tod Aharons waren, vom Berg Hor bis zu den Ebenen Moaws, im 40. Jahr. Daraus ergibt sich, dass sie während der ganzen 38 Jahre nur 20 Stationen zogen; diese Berechnung stammt aus dem Werk von Rabbi Mosche haDarschan.
Rabbi Tanchuma bringt dafür eine andere Deutung: Das gleicht einem König, dessen Sohn krank war, und er brachte ihn an einen fernen Ort, um ihn heilen zu lassen. Als sie heimgekehrt waren, fing der Vater an, alle Stationen aufzuzählen, indem er zu ihm sagte: Da haben wir geschlafen, da haben wir uns abgekühlt, da hattest du Kopfschmerzen.
Raschi
וַיִּכְתֹּ֨ב מֹשֶׁ֜ה אֶת־מוֹצָאֵיהֶ֛ם לְמַסְעֵיהֶ֖ם עַל־פִּ֣י יְהוָ֑ה וְאֵ֥לֶּה מַסְעֵיהֶ֖ם לְמוֹצָאֵיהֶֽם׃
2
2
Und Mosche schrieb ihre Ausgangsorte auf nach ihren Zügen auf Befehl des Ewigen; und das sind ihre Züge nach ihren Ausgangsorten:
ihre Ausgangsorte nach ihren Zügen … ihre Züge nach ihren Ausgangsorten
מוֹצָאֵיהֶם לְמַסְעֵיהֶם „ihre Ausgangsorte nach ihren Zügen“, מַסְעֵיהֶם לְמוֹצָאֵיהֶם „ihre Züge nach ihren Ausgangsorten“ beschreibt mit dem Wechsel in der Wortstellung zwei unterschiedliche Blickweisen auf die Züge des Volkes. Nach der g‑ttlichen Auffassung waren es מוֹצָאֵיהֶם לְמַסְעֵיהֶם, ihnen waren es מַסְעֵיהֶם לְמוֹצָאֵיהֶם.
Zug und Rast geschahen stets auf G‑ttes Anweisung (siehe Bam. 9:17 f.). Wenn G‑tt sie aufbrechen ließ, so lag das Motiv in dem jedesmal zu erreichenden Ziel und Inhalt, für welches die g‑ttliche Waltung den neuen Rastort als den geeigneten ersehen hatte. Jede מַסָּע war ein Fortschritt, war der Zweck des מוֹצָא, des Aufbruchs.

Dem Volk war es aber umgekehrt. Sie wurden an jedem Ort unzufrieden. Der Aufbruch war ihnen Ziel, es war in dem Augenblick gleichgültig, wohin es ging, sie zogen weiter, um nur von dem bisherigen Rastort fortzukommen, es waren ihnen מַסְעֵיהֶם לְמוֹצָאֵיהֶם „ihre Züge nach ihren Ausgangsorten“.
Rabbi Schimschon R. Hirsch
וַיִּסְע֤וּ מֵֽרַעְמְסֵס֙ בַּחֹ֣דֶשׁ הָרִאשׁ֔וֹן בַּחֲמִשָּׁ֥ה עָשָׂ֛ר י֖וֹם לַחֹ֣דֶשׁ הָרִאשׁ֑וֹן מִֽמָּחֳרַ֣ת הַפֶּ֗סַח יָצְא֤וּ בְנֵֽי־יִשְׂרָאֵל֙ בְּיָ֣ד רָמָ֔ה לְעֵינֵ֖י כָּל־מִצְרָֽיִם׃
3
3
Sie brachen auf von Ramses im ersten Monat, am fünfzehnten Tag des ersten Monats Nissan; am Tag nach dem Pessach-Opfer zogen die Kinder Israel aus mit erhobener Hand vor den Augen aller Mizrim.
am Tag nach Pessach
מִמָּחֳרַת הַפֶּסַח bedeutet nicht, am Tag nach dem Festtag Pessach, sondern am Tag nach der Schlachtung des Pessach-Opfers (14. Nissan), also am 15. Nissan.
Jerusalemer Talmud, Challa 2:1
וּמִצְרַ֣יִם מְקַבְּרִ֗ים אֵת֩ אֲשֶׁ֨ר הִכָּ֧ה יְהוָ֛ה בָּהֶ֖ם כָּל־בְּכ֑וֹר וּבֵאלֹ֣הֵיהֶ֔ם עָשָׂ֥ה יְהוָ֖ה שְׁפָטִֽים׃
4
4
Und die Mizrim begruben die, die der Ewige unter ihnen geschlagen hatte, nämlich alle Erstgeborenen; und auch an ihren Göttern übte der Ewige Strafgerichte.
Und die Mizrim begruben: waren mit ihrer Trauer beschäftigt.
Raschi
Das ist die Erklärung für „die Kinder Israel zogen aus mit erhobener Hand“ (voriger Vers): weil die Mizrim mit ihrer Trauer beschäftigt waren, konnten sie die Kinder Israel nicht von ihrem Ausziehen aus Mizraim abhalten.
Minchat Jehuda
וַיִּסְע֥וּ בְנֵֽי־יִשְׂרָאֵ֖ל מֵרַעְמְסֵ֑ס וַֽיַּחֲנ֖וּ בְּסֻכֹּֽת׃
5
5
So brachen die Kinder Israel auf von Ramses und lagerten in Sukkot.
וַיִּסְע֖וּ מִסֻּכֹּ֑ת וַיַּחֲנ֣וּ בְאֵתָ֔ם אֲשֶׁ֖ר בִּקְצֵ֥ה הַמִּדְבָּֽר׃
6
6
Sie brachen auf von Sukkot und lagerten in Etam, am Rand der Wüste.
וַיִּסְעוּ֙ מֵֽאֵתָ֔ם וַיָּ֙שָׁב֙ עַל־פִּ֣י הַחִירֹ֔ת אֲשֶׁ֥ר עַל־פְּנֵ֖י בַּ֣עַל צְפ֑וֹן וַֽיַּחֲנ֖וּ לִפְנֵ֥י מִגְדֹּֽל׃
7
7
Sie brachen auf von Etam, kehrten um, in Richtung Pi Hachirot, das vor Baal Zefon liegt, und lagerten vor Migdol.
וַיִּסְעוּ֙ מִפְּנֵ֣י הַֽחִירֹ֔ת וַיַּֽעַבְר֥וּ בְתוֹךְ־הַיָּ֖ם הַמִּדְבָּ֑רָה וַיֵּ֨לְכ֜וּ דֶּ֣רֶךְ שְׁלֹ֤שֶׁת יָמִים֙ בְּמִדְבַּ֣ר אֵתָ֔ם וַֽיַּחֲנ֖וּ בְּמָרָֽה׃
8
8
Sie brachen auf von Hachirot und zogen mitten durch das Meer auf die Wüste zu; und sie wanderten drei Tagesreisen in der Wüste Etam umher und lagerten in Mara.
וַיִּסְעוּ֙ מִמָּרָ֔ה וַיָּבֹ֖אוּ אֵילִ֑מָה וּ֠בְאֵילִם שְׁתֵּ֣ים עֶשְׂרֵ֞ה עֵינֹ֥ת מַ֛יִם וְשִׁבְעִ֥ים תְּמָרִ֖ים וַיַּחֲנוּ־שָֽׁם׃
9
9
Sie brachen von Mara auf und kamen nach Elim; in Elim waren zwölf Wasserquellen und siebzig Palmen, und dort lagerten sie.
Wasserquellen
עֵינֹת מַיִם „Wasserquellen“: Der Begriff עַיִן beschreibt die Wasserquelle tief unter der Erde. Dagegen beschreibt מַעְיָן den Ort, an dem das Wasser an die Oberfläche des Erdbodens quillt.
Malbim
zwölf Wasserquellen und siebzig Palmen
Der Ewige hatte diese geschaffen in den sechs Tagen der Schöpfung, Israel zuliebe, wenn sie nach dem Auszug aus Mizraim dort lagern würden. Jeder der zwölf Stämme saß an einer Wasserquelle, und jeder der siebzig Weisen saß unter einer Palme. [Ramban]
„Siebzig Palmen“ bedeutet: siebzig verschiedene Arten von Palmen gediehen dort. [Saadia Gaon]

Der Vers erwähnt die Palmen, um mitzuteilen, dass das Wasser an jenem Ort Süßwasser war, denn nur an einem Ort mit Süßwasser gedeihen Palmen. [Ibn Esra]

Der Vers erwähnt die Wasserquellen und Palmen, um zu lehren, dass der Ewige dem Volk Israel auf all seinen Wanderungen die nötige Nahrung bereitstellte. [Ralbag zu Schemot 16:27]

Der Vers erwähnt hier ausdrücklich die Wasserquellen und Palmen, um zu lehren: nur hier fanden sie Nahrung auf natürlichem Weg, auf den übrigen Wanderungen dagegen ernährte sie der Ewige auf wundersame Weise, mit dem Man vom Himmel und aus dem Brunnen Miriams.
Abarbanel zu Schemot 16:27
וַיִּסְע֖וּ מֵאֵילִ֑ם וַֽיַּחֲנ֖וּ עַל־יַם־סֽוּף׃
10
10
Sie brachen von Elim auf und lagerten am Schilfmeer.