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Bamidbar 33:1 – 36:13

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6. Alija

(Bamidbar 35:9 – 35:34)

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וַיְדַבֵּ֥ר יְהוָ֖ה אֶל־מֹשֶׁ֥ה לֵּאמֹֽר׃
9
9
Und der Ewige sagte zu Mosche, wie folgt:
דַּבֵּר֙ אֶל־בְּנֵ֣י יִשְׂרָאֵ֔ל וְאָמַרְתָּ֖ אֲלֵהֶ֑ם כִּ֥י אַתֶּ֛ם עֹבְרִ֥ים אֶת־הַיַּרְדֵּ֖ן אַ֥רְצָה כְּנָֽעַן׃
10
10
Rede zu den Kindern Israel und sage zu ihnen: Wenn ihr über den Jarden zieht in das Land Kna’an,
Wenn
Das Wort כִּי hat hier die Bedeutung כַּאֵשֶׁר „wenn“.
Saadia Gaon
וְהִקְרִיתֶ֤ם לָכֶם֙ עָרִ֔ים עָרֵ֥י מִקְלָ֖ט תִּהְיֶ֣ינָה לָכֶ֑ם וְנָ֥ס שָׁ֙מָּה֙ רֹצֵ֔חַ מַכֵּה־נֶ֖פֶשׁ בִּשְׁגָגָֽה׃
11
11
dann wählt euch Städte aus, die euch Aufnahmestädte sein sollen, dass sich dahin ein Totschläger flüchte, der eine Person aus Versehen erschlagen hat.
wählt euch Städte aus
וְהִקְרִיתֶם „bestimmt“, der Begriff הַקְרָיָה bedeutet „vorbereiten“. Ebenso sagt der Vers (Ber. 27:20) כִּי הִקְרָה ה׳ אֱלֹהֶיךָ לְפָנָי „weil der Ewige, dein G‑tt, es vor mir gefügt hat“.
Raschi
וְהָי֨וּ לָכֶ֧ם הֶעָרִ֛ים לְמִקְלָ֖ט מִגֹּאֵ֑ל וְלֹ֤א יָמוּת֙ הָרֹצֵ֔חַ עַד־עָמְד֛וֹ לִפְנֵ֥י הָעֵדָ֖ה לַמִּשְׁפָּֽט׃
12
12
Und es seien euch die Städte zur Aufnahme vor dem Einlöser, dass der Totschläger nicht sterbe, bis er vor der Gemeinde zu Gericht gestanden ist.
Einlöser
גֹּאֵל „Einlöser“ ist der Bluträcher (גּוֹאֵל הַדָּם), der mit dem Ermordeten verwandt ist.
Raschi
וְהֶעָרִ֖ים אֲשֶׁ֣ר תִּתֵּ֑נוּ שֵׁשׁ־עָרֵ֥י מִקְלָ֖ט תִּהְיֶ֥ינָה לָכֶֽם׃
13
13
Und die Städte, die ihr dazu hergebt, sechs Aufnahmestädte seien sie für euch.
sechs Aufnahmestädte
Das lehrt, dass die drei Städte auf dieser Seite des Jarden, die Mosche noch bei seinem Leben absonderte, nicht schützend aufnahmen, bis auch die drei ausgewählt waren, die Jehoschua im Land Kna’an dazu bestimmte (Makot 9b).
Raschi
אֵ֣ת׀ שְׁלֹ֣שׁ הֶעָרִ֗ים תִּתְּנוּ֙ מֵעֵ֣בֶר לַיַּרְדֵּ֔ן וְאֵת֙ שְׁלֹ֣שׁ הֶֽעָרִ֔ים תִּתְּנ֖וּ בְּאֶ֣רֶץ כְּנָ֑עַן עָרֵ֥י מִקְלָ֖ט תִּהְיֶֽינָה׃
14
14
Drei der Städte sollt ihr geben auf dieser Seite des Jarden, und drei der Städte sollt ihr geben im Land Kna’an; Aufnahmestädte sollen sie sein.
Drei der Städte
Obwohl im Land Kna‘an neun Stämme wohnten und hier nur 2½, machte er doch die Anzahl ihrer Aufnahmestädte der des Landes Kna‘an gleich, weil in Gilad viele Mörder waren; wie es heißt (Hosch. 6:8) גִּלְעָד קִרְיַת פֹּעֲלֵי אָוֶן עֲקֻבָּה מִדָּם „Gilad ist eine Stadt von Übeltätern, auf Blut lauernd“ (Makot 10a).
Raschi
hier nur 2½ Stämme: Rëuwen, Gad und der halbe Stamm Menasche.
לִבְנֵ֣י יִשְׂרָאֵ֗ל וְלַגֵּ֤ר וְלַתּוֹשָׁב֙ בְּתוֹכָ֔ם תִּהְיֶ֛ינָה שֵׁשׁ־הֶעָרִ֥ים הָאֵ֖לֶּה לְמִקְלָ֑ט לָנ֣וּס שָׁ֔מָּה כָּל־מַכֵּה־נֶ֖פֶשׁ בִּשְׁגָגָֽה׃
15
15
Den Kindern Israel und dem Fremden und dem Beisassen in ihrer Mitte seien diese sechs Städte zur Aufnahme, dass sich dahin flüchte jeder, der eine Person aus Versehen erschlagen hat.
וְאִם־בִּכְלִ֨י בַרְזֶ֧ל׀ הִכָּ֛הוּ וַיָּמֹ֖ת רֹצֵ֣חַֽ ה֑וּא מ֥וֹת יוּמַ֖ת הָרֹצֵֽחַ׃
16
16
Wenn aber mit einem eisernen Gerät er ihn geschlagen hat, dass er starb, so ist er ein Mörder; der Mörder soll getötet werden.
Wenn mit einem eisernen Gerät er ihn geschlagen hat
Das spricht nicht von einem, der aus Versehen getötet hat, wie der Vers zuvor. Sondern von einem, der mit Absicht getötet hat. Und der Vers lehrt, dass wenn jemand mit irgendeinem Gegenstand getötet hat, dieser die Größe haben muss, um damit töten zu können. Denn bei allen steht אֲשֶׁר יָמוּת בּוֹ „wodurch er sterben konnte“, was wir übersetzen: mit dem Maß, dass er dadurch sterben konnte. Außer bei dem Eisen, weil es vor dem Ewigen offenbar und bekannt ist, dass das allerkleinste Eisen, sogar eine Nadel, schon töten kann. Darum hat die Torah dabei kein Maß angegeben, dabei zu schreiben, „wodurch er sterben konnte“.
Solltest du aber sagen, dass der Vers von einem solchen spreche, der aus Versehen getötet hat. Siehe, es heißt aber weiter (Vers 23) אוֹ בְכָל אֶבֶן אֲשֶׁר יָמוּת בָּהּ בְּלֹא רְאוֹת „oder mit irgendeinem Stein, durch den er sterben konnte, ohne Absicht“. Das lehrt, dass bei den Vorhergehenden der Vers von einem absichtlichen Mörder spricht.
Raschi
וְאִ֡ם בְּאֶ֣בֶן יָד֩ אֲשֶׁר־יָמ֨וּת בָּ֥הּ הִכָּ֛הוּ וַיָּמֹ֖ת רֹצֵ֣חַֽ ה֑וּא מ֥וֹת יוּמַ֖ת הָרֹצֵֽחַ׃
17
17
Und wenn er mit einem handgroßen Stein, durch den man sterben kann, ihn geschlagen hat, dass er starb, so ist er ein Mörder; der Mörder soll getötet werden.
mit einem handgroßen Stein
בְּאֶבֶן יָד „mit einem handgroßen Stein“: so groß, dass er die Hand ausfüllt.
Raschi
durch den man sterben kann
אֲשֶׁר יָמוּת בָּהּ „durch den man sterben kann“: der das Maß hatte, um damit töten zu können, wie der Targum sagt [דְּהִיא כְּמִסַּת דִּימוּת בַּהּ, von solcher Größe, dass er zum Tod führen kann]. Weil es im Vers heißt (Schem. 21:18) וְהִכָּה אִישׁ אֶת רֵעֵהוּ בְּאֶבֶן „und einer den anderen mit einem Stein schlägt“, ohne dass er ein Maß angibt, hätte ich meinen können, wenn er noch so klein war. Darum heißt es hier אֲשֶׁר יָמוּת בָּהּ „durch den man sterben kann“.
Raschi
א֡וֹ בִּכְלִ֣י עֵֽץ־יָד֩ אֲשֶׁר־יָמ֨וּת בּ֥וֹ הִכָּ֛הוּ וַיָּמֹ֖ת רֹצֵ֣חַֽ ה֑וּא מ֥וֹת יוּמַ֖ת הָרֹצֵֽחַ׃
18
18
Oder wenn er mit einem handgroßen hölzernen Gerät, durch das man sterben kann, ihn geschlagen hat, dass er starb, so ist er ein Mörder; der Mörder soll getötet werden.
mit einem handgroßen hölzernen Gerät
בִּכְלִי עֵץ יָד „mit einem handgroßen hölzernen Gerät“. Weil es im Vers heißt (Schem. 21:20) וְכִי יַכֶּה אִישׁ אֶת עַבְדּוֹ אוֹ אֶת אֲמָתוֹ בַּשֵּׁבֶט „wenn einer seinen Knecht oder seine Magd mit dem Stab schlägt“, hätte ich meinen können, wenn dieser noch so klein war. Darum steht hier beim Holz אֲשֶׁר יָמוּת בּוֹ „durch das man sterben kann“. Das heißt, wenn es so groß war, um damit töten zu können.
Raschi
גֹּאֵ֣ל הַדָּ֔ם ה֥וּא יָמִ֖ית אֶת־הָרֹצֵ֑חַ בְּפִגְעוֹ־ב֖וֹ ה֥וּא יְמִיתֶֽנּוּ׃
19
19
Der Bluteinlöser, er lasse den Mörder sterben, wenn er ihm begegnet, kann er ihn töten.
wenn er ihm begegnet: selbst innerhalb der Zufluchtsstädte (עָרֵי מִקְלָט).
Raschi
וְאִם־בְּשִׂנְאָ֖ה יֶהְדָּפֶ֑נּוּ אֽוֹ־הִשְׁלִ֥יךְ עָלָ֛יו בִּצְדִיָּ֖ה וַיָּמֹֽת׃
20
20
Und wenn er ihn aus Hass stößt, oder etwas auf ihn warf in böser Absicht, dass er starb.
in böser Absicht
בִּצְדִיָּה bedeutet, wie der Targum sagt בְּכַמְנָא „im Hinterhalt“.
Raschi
א֣וֹ בְאֵיבָ֞ה הִכָּ֤הוּ בְיָדוֹ֙ וַיָּמֹ֔ת מֽוֹת־יוּמַ֥ת הַמַּכֶּ֖ה רֹצֵ֣חַֽ ה֑וּא גֹּאֵ֣ל הַדָּ֗ם יָמִ֛ית אֶת־הָרֹצֵ֖חַ בְּפִגְעוֹ־בֽוֹ׃
21
21
Oder er schlug ihn aus Feindschaft mit seiner Hand, dass er starb, dann soll der Schläger getötet werden, ein Mörder ist er; der Bluteinlöser kann den Mörder töten, wenn er ihn trifft.
וְאִם־בְּפֶ֥תַע בְּלֹא־אֵיבָ֖ה הֲדָפ֑וֹ אוֹ־הִשְׁלִ֥יךְ עָלָ֛יו כָּל־כְּלִ֖י בְּלֹ֥א צְדִיָּֽה׃
22
22
Wenn er ihn aber in Unvorsichtigkeit, ohne Feindschaft, gestoßen hat, oder auf ihn irgendein Gerät geworfen hat, ohne böse Absicht,
in Unvorsichtigkeit
בְּפֶתַע bedeutet gegen seinen Willen. Der Targum sagt בִּתְכֵיף „aus der Nähe“; er war dicht bei ihm und hatte keine Zeit mehr, auf ihn achtzugeben.
Raschi
א֣וֹ בְכָל־אֶ֜בֶן אֲשֶׁר־יָמ֥וּת בָּהּ֙ בְּלֹ֣א רְא֔וֹת וַיַּפֵּ֥ל עָלָ֖יו וַיָּמֹ֑ת וְהוּא֙ לֹא־אוֹיֵ֣ב ל֔וֹ וְלֹ֥א מְבַקֵּ֖שׁ רָעָתֽוֹ׃
23
23
oder mit irgendeinem Stein, durch den er sterben kann, ohne ihn zu sehen warf er den Stein auf ihn, sodass er starb, er war ihm aber nicht feind und suchte seinen Schaden nicht:
oder mit irgendeinem Stein, durch den er sterben kann: ihn geschlagen hat.
Raschi
ohne ihn zu sehen
בְּלֹא רְאוֹת bedeutet: ohne dass er ihn gesehen hatte.
Raschi
warf er auf ihn
Von hier lernen die Weisen: Wenn einer beim Hinabsteigen tötet, muss er in die Verbannung gehen. Beim Hinaufsteigen, muss er nicht in die Verbannung gehen (Makot 7b).
Raschi
וְשָֽׁפְטוּ֙ הָֽעֵדָ֔ה בֵּ֚ין הַמַּכֶּ֔ה וּבֵ֖ין גֹּאֵ֣ל הַדָּ֑ם עַ֥ל הַמִּשְׁפָּטִ֖ים הָאֵֽלֶּה׃
24
24
Dann soll die Gemeinde richten zwischen dem Schläger und dem Bluteinlöser nach diesen Rechtsvorschriften.
וְהִצִּ֨ילוּ הָעֵדָ֜ה אֶת־הָרֹצֵ֗חַ מִיַּד֮ גֹּאֵ֣ל הַדָּם֒ וְהֵשִׁ֤יבוּ אֹתוֹ֙ הָֽעֵדָ֔ה אֶל־עִ֥יר מִקְלָט֖וֹ אֲשֶׁר־נָ֣ס שָׁ֑מָּה וְיָ֣שַׁב בָּ֗הּ עַד־מוֹת֙ הַכֹּהֵ֣ן הַגָּדֹ֔ל אֲשֶׁר־מָשַׁ֥ח אֹת֖וֹ בְּשֶׁ֥מֶן הַקֹּֽדֶשׁ׃
25
25
Und die Gemeinde soll den Totschläger vor der Hand des Blutlösers retten, und die Gemeinde lasse ihn zurückbringen in seine Aufnahmestadt, wohin er geflüchtet war, und darin bleibe er bis zum Tod des Kohen Gadol, den man mit dem heiligen Öl gesalbt hat.
bis zum Tod des Kohen Gadol
Denn [der Kohen Gadol] bewirkt, dass die Schechina auf dem jüdischen Volk ruht und dessen Lebenstage vermehrt werden. Der Mörder aber bewirkt, dass die Schechina sich aus dem jüdischen Volk entfernt und dessen Lebenstage zu verkürzen. Darum ist er nicht würdig, vor dem Kohen Gadol zu erscheinen.
Andere Erklärung: weil der Kohen Gadol hätte beten müssen, dass während seines Lebens ein solcher Unfall Israel nicht zustoße.
Raschi
den man mit dem heiligen Öl gesalbt hat
Nach dem einfachen Sinn gehört der Vers zu den kurzen Versen, weil er nicht sagt, wer ihn gesalbt hat, sondern der Vers so aufzufassen ist: „den der Salbende mit dem heiligen Salböl gesalbt hat“.
Unsere Lehrer erklären den Vers in der Gemara Makot (11b) als Beweis dafür, um zu lehren, das der Mörder, wenn vor dem Urteilsspruch der Kohen Gadol starb und man einen anderen für ihn einsetzte und dann der Urteilsspruch erfolgte, erst beim Tod des zweiten heimkehrt. So heißt es אֲשֶׁר מָשַׁח אוֹתוֹ „den er gesalbt hat“. Hat er ihn denn zum Kohen gesalbt oder hat ihn der Kohen gesalbt? Nur, das fügt den hinzu, der in seinen Tagen [während seines Prozesses] gesalbt worden ist. Dieser lässt ihn erst bei seinem Tod heimkehren.
Raschi
וְאִם־יָצֹ֥א יֵצֵ֖א הָרֹצֵ֑חַ אֶת־גְּבוּל֙ עִ֣יר מִקְלָט֔וֹ אֲשֶׁ֥ר יָנ֖וּס שָֽׁמָּה׃
26
26
Wenn aber der Totschläger hinausgeht, über die Grenze seiner Aufnahmestadt, wohin er geflüchtet war,
וּמָצָ֤א אֹתוֹ֙ גֹּאֵ֣ל הַדָּ֔ם מִח֕וּץ לִגְב֖וּל עִ֣יר מִקְלָט֑וֹ וְרָצַ֞ח גֹּאֵ֤ל הַדָּם֙ אֶת־הָ֣רֹצֵ֔חַ אֵ֥ין ל֖וֹ דָּֽם׃
27
27
und es findet ihn der Bluträcher außerhalb der Grenze seiner Aufnahmestadt, und es ermordet der Blutlöser den Totschläger, dann hat er keine Blutschuld.
dann hat er keine Blutschuld
אֵין לוֹ דָּם, wörtl. dann hat er kein Blut. Es ist, als ob er einen Toten, der kein Blut hat, erschlagen hat.
Raschi
כִּ֣י בְעִ֤יר מִקְלָטוֹ֙ יֵשֵׁ֔ב עַד־מ֖וֹת הַכֹּהֵ֣ן הַגָּדֹ֑ל וְאַחֲרֵ֥י מוֹת֙ הַכֹּהֵ֣ן הַגָּדֹ֔ל יָשׁוּב֙ הָרֹצֵ֔חַ אֶל־אֶ֖רֶץ אֲחֻזָּתֽוֹ׃
28
28
Denn in der Stadt seiner Aufnahme soll er bleiben bis zum Tod des Kohen Gadol, und nach dem Tod des Kohen Gadol mag der Totschläger zurückkehren in das Land seines Eigentums.
וְהָי֨וּ אֵ֧לֶּה לָכֶ֛ם לְחֻקַּ֥ת מִשְׁפָּ֖ט לְדֹרֹתֵיכֶ֑ם בְּכֹ֖ל מוֹשְׁבֹתֵיכֶֽם׃
29
29
Und das sei euch zum Rechtsgesetz für eure Generationen in allen euren Wohnsitzen.
in allen euren Wohnsitzen
Das lehrt, dass ein kleiner Gerichtshof (סַנְהֶדְרִין קְטַנָּה) auch außerhalb des Landes Israel entscheiden kann, solange ein solcher im Land Israel besteht.
Raschi
ein kleiner Gerichtshof (סַנְהֶדְרִין קְטַנָּה): mit 23 Richtern.
für eure Generationen: für zahlreiche Generationen, solange das Bet haMikdasch besteht.
Gur Arye
כָּל־מַ֨כֵּה־נֶ֔פֶשׁ לְפִ֣י עֵדִ֔ים יִרְצַ֖ח אֶת־הָרֹצֵ֑חַ וְעֵ֣ד אֶחָ֔ד לֹא־יַעֲנֶ֥ה בְנֶ֖פֶשׁ לָמֽוּת׃
30
30
Wer eine Person erschlägt, nach Aussage von Zeugen töte man den Mörder; aber ein einziger Zeuge kann nicht aussagen gegen eine Person, dass sie sterbe.
Wer eine Person erschlägt: wer kommt ihn zu töten, weil er einen Menschen getötet hat.
Raschi
nach Aussage von Zeugen: die aussagen, dass er ihn absichtlich, und nachdem er verwarnt war, getötet hat.
Raschi
וְלֹֽא־תִקְח֥וּ כֹ֙פֶר֙ לְנֶ֣פֶשׁ רֹצֵ֔חַ אֲשֶׁר־ה֥וּא רָשָׁ֖ע לָמ֑וּת כִּי־מ֖וֹת יוּמָֽת׃
31
31
Nehmt kein Lösegeld für die Person eines Mörders, der des Todes schuldig ist; sondern getötet muss er werden.
Nehmt kein Lösegeld: er soll sich nicht mit Geld freikaufen können (Ketubot 37b).
Raschi
וְלֹא־תִקְח֣וּ כֹ֔פֶר לָנ֖וּס אֶל־עִ֣יר מִקְלָט֑וֹ לָשׁוּב֙ לָשֶׁ֣בֶת בָּאָ֔רֶץ עַד־מ֖וֹת הַכֹּהֵֽן׃
32
32
Und nehmt kein Lösegeld von dem, der in die Zufluchtsstadt geflohen ist, um zurückzukehren, im Land zu wohnen vor dem Tod des Kohen Gadol.
Und nehmt kein Lösegeld von dem, der in die Zufluchtsstadt geflohen ist: von dem, der sich in eine Zufluchtsstadt geflüchtet hat, weil er aus Versehen getötet hat. Er kann sich nicht durch Geld von der Verbannung freimachen. Dass er nämlich ein Sühnegeld bezahlt, um im Land wohnen zu dürfen, bevor der Kohen gestorben ist.
Das Wort לָנוּס ist so wie לְנָס, wie im Vers (Micha 2:8) שׁוּבֵי מִלְחָמָה „die vom Krieg Heimgekehrten“, die aus dem Krieg zuückgekehrt sind; ebenso (Zef. 3:18) נוּגֵי מִמּוֹעֵד „die das Fest entweihten“; (Jehosch. 5:5) כִּי מֻלִים הָיוּ „denn sie waren beschnitten“. Wie man שׁוּב sagt von einem, der bereits zurückgekehrt ist, und מוּל von einem, der bereits beschnitten ist, so kann man לָנוּס sagen von einem, der bereits geflohen ist. Der Vers nennt ihn נוּס, d.h. entflohen.

Wenn du aber sagen solltest, das Wort לָנוּס sei eine Form wie לִבְרֹחַ „um zu entfliehen“, und du es erklärst: Nehmt nicht Lösegeld von dem, der zu entfliehen hat, um ihn von der Verbannung zu befreien, so weiß ich nicht, wieso der Vers weiter sagt „um zurückzukehren, im Land zu wohnen“. Da er noch nicht entflohen ist, von wo soll er zurückkehren?
Raschi
וְלֹא־תַחֲנִ֣יפוּ אֶת־הָאָ֗רֶץ אֲשֶׁ֤ר אַתֶּם֙ בָּ֔הּ כִּ֣י הַדָּ֔ם ה֥וּא יַחֲנִ֖יף אֶת־הָאָ֑רֶץ וְלָאָ֣רֶץ לֹֽא־יְכֻפַּ֗ר לַדָּם֙ אֲשֶׁ֣ר שֻׁפַּךְ־בָּ֔הּ כִּי־אִ֖ם בְּדַ֥ם שֹׁפְכֽוֹ׃
33
33
Schändet nicht das Land, worin ihr seid, denn das unschuldig vergossene Blut, das schändet das Land und das Land wird nicht gesühnt wegen des Blutes, das darin vergossen wurde, außer durch das Blut dessen, der es vergossen hat.
Schändet nicht das Land
וְלֹא תַחֲנִיפוּ bedeutet: bedeckt es nicht mit Sünde. Wie der Targum sagt וְלָא תְחַיְּבוּן, macht es nicht schuldig.
Raschi
וְלֹ֧א תְטַמֵּ֣א אֶת־הָאָ֗רֶץ אֲשֶׁ֤ר אַתֶּם֙ יֹשְׁבִ֣ים בָּ֔הּ אֲשֶׁ֥ר אֲנִ֖י שֹׁכֵ֣ן בְּתוֹכָ֑הּ כִּ֚י אֲנִ֣י יְהוָ֔ה שֹׁכֵ֕ן בְּת֖וֹךְ בְּנֵ֥י יִשְׂרָאֵֽל׃
34
34
So verunreinigt nicht das Land, worin ihr wohnt, in dessen Mitte Ich ruhe; denn Ich der Ewige ruhe in der Mitte der Kinder Israel.
in dessen Mitte Ich ruhe: verursacht nicht, dass sich Meine Schechina in dessen Unreinheit aufhalte. Denn Ich, der Ewige, ruhe in der Mitte der Kinder Israel: auch wenn sie unrein sind, ist die Schechina in ihrer Mitte.
Raschi